Tägliche Wartungs-Checkliste für Ihr Melksystem
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Eine konsequente tägliche Wartung Ihres Melksystems ist der wirksamste Schutz vor unvorhergesehenen Betriebsausfällen, teuren Reparaturen und schleichenden Milchgeldabzügen. Da Melkanlagen jeden Tag unter hoher Belastung durch Feuchtigkeit, Unterdruck und Temperaturschwankungen arbeiten, führen bereits kleine Versäumnisse schnell zu Vakuumverlusten oder Keimspitzen im Kühlbehälter. Mit einer strukturierten täglichen Checkliste stellen Sie sicher, dass sämtliche Bauteile vor und nach jedem Melkvorgang einwandfrei funktionieren, das Eutergewebe geschont wird und die Rohmilch unter maximalen Hygienebedingungen gewonnen wird.
Tägliche Wartungs-Checkliste: Vor, Während & Nach dem Melken
| Zeitpunkt | Kontrollpunkt | Prüfaufgabe & Wartungsziel |
| Vor dem Melken | Vakuumpumpe & Ölstand | Prüfen des Ölstands und Riemenlaufes; sichert stabilen Unterdruck |
| Vor dem Melken | Vakuummeter & Regler | Kontrolle des Soll-Vakuums; verhindert Gewebeschäden an den Zitzen |
| Vor dem Melken | Sichtprüfung der Dichtungen | Deckel- und Schluachdichtungen auf Risse prüfen; vermeidet Falschluft |
| Während des Melkens | Pulsation & Melkzeuge | Taktung und gleichmäßige Bewegung prüfen; sichert Entlastungsphase |
| Nach dem Melken | Sanitärfalle & Empfangsbehälter | Entleeren, Milchreste spülen und Schwimmerventil auf Gängigkeit prüfen |
| Nach dem Melken | CIP-Spülzyklus & Reiniger | Temperatur (60–70 °C Start) und Dosierung der Chemie kontrollieren |
Die wichtigsten Kontrollschritte im Detail
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Prüfung des Vakuumsystems vor dem Start
Ein stabiles Melkvakuum ist die Grundvoraussetzung für euterschonendes Melken. Kontrollieren Sie täglich vor dem Ansetzen das Vakuummeter. Abweichungen vom Sollwert deuten auf undichte Schlauchverbindungen, verstopfte Filter oder Fehler am Regler hin.
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Überwachung der Pulsatoren und Melkzeuge
Achten Sie während des Melkens auf ein gleichmäßiges Pulsationsgeräusch. Ein hängender Pulsator unterbricht die Massagetherapie, was zu Schmerzen, Blutstauungen im Zitzengewebe und erhöhtem Mastitisrisiko führt.
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Funktionskontrolle der Sanitärfalle
Die Sanitärfalle schützt die Vakuumpumpe vor dem Eintreten von Milch oder Spülflüssigkeit. Überprüfen Sie nach jedem Melkdurchgang, ob sich Flüssigkeit in der Falle angesammelt hat, und reinigen Sie den Dichtungssitz gründlich.
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Überprüfung der Reinigungs- und Spültemperaturen
Kontrollieren Sie beim automatischen CIP-Spülzyklus die Wassertemperaturen. Ein zu kaltes Vorspülen (über 40 °C) brennt Eiweiß fest, während eine zu geringe Temperatur am Ende der Hauptreinigung (unter 40 °C) dazu führt, dass sich gelöstes Fett erneut ablagert.
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